Manchmal muss Medizin übersetzt werden: Ein Fall für Onko-Coaching

Shownotes

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00:00:06: Hier ist zurück zu dir.

00:00:07: Hallo und herzlich willkommen, schön dass ihr dabei seid!

00:00:10: Ich bin Susanne Reimann und das ist unser Video-Podcast für Menschen die mit einem multiplen Myolom leben und alle die sie dabei begleiten.

00:00:20: Wir möchten mit dieser Reihe Patientinnen und Patienten und Angehörigen Einblicke geben wie sich der Alltag mit dieser Krankheit gut gestalten lässt und wie man wieder zurück zu sich finden kann.

00:00:31: Das multiple Myolom ist ja eine Erkrankung, die die Betroffenen oft über viele Jahre begleitet.

00:00:37: Es gibt Phasen der Stabilität aber auch immer wieder Rückschläge und in diesen Zeiten sind es oft nicht nur Ärztinnen und Ärzte, die den Patienten Halt- und Stütze geben sondern auch die onkologischen Fachpflegekräfte.

00:00:51: Und eine davon ist heute bei uns, das ist Nicole Semlalins.

00:00:56: Sie arbeitet als Onko-Coach in einer Praxis in Aschaffenburg.

00:01:00: Schön dass du da bist, Nicole!

00:01:01: Schön, dass ich eingeladen wurde.

00:01:03: Wie bist Du denn eigentlich zur Hematuronkologie gekommen und warum liegt dir das so am Herzen?

00:01:09: Vorwegnehmend kann ich sagen, dass Ich gerne mit Patienten und Menschen arbeite.

00:01:13: also von daher war für mich immer klar ein Beruf mit Menschen.

00:01:17: Ich selbst aber die jetzt seit zehn Jahren in der Himmertour Onkologie habe... Biologie studiert.

00:01:26: Bin Studienkoordinatorin bei uns in der Praxis und zusätzlich Onko Coach.

00:01:32: Viele wissen jetzt wahrscheinlich gar nicht, was macht denn eigentlich ein Onko-Coach?

00:01:35: Wie würdest du diese Rolle beschreiben?

00:01:36: Der Coach hat sehr viel mit Kommunikation zu tun.

00:01:40: Bei uns in einer Praxis ist es so dass der Patient wird umgestellt mit seiner Therapie.

00:01:45: er braucht eine neue Therapie.

00:01:47: dann bekommt der Patient einen Coaching Gespräch oder wir nennen das ein Therapieforgespräch.

00:01:52: also beim Erstgespräch würde auch erst mal der Behandlungsvertrag, der Therapiepass.

00:01:59: Der Taxi-Schein also auch administrative Dinge die den Patienten ja betreffen.

00:02:06: Wo werden die Kontrollen gemacht?

00:02:08: Wann muss er wiederkommen?

00:02:10: Wo gibt es die Rezepte?

00:02:12: Bespreche auch noch einmal.

00:02:13: Die Therapie mit dem Patienten.

00:02:15: welche Nebenwirkungen können auftreten?

00:02:17: was kann zu Hause schon im Vorfeld ich sage prophylaktisch getan werden oder dass der Patient auch ein Verständnis dafür bekommt.

00:02:27: Was ist jetzt eine Nebenwirkung, die in Anführungszeichen zu erwarten ist?

00:02:33: Die ich will nicht sagen dazu gehört aber es ist eine bekannte Nebenwerkung.

00:02:38: und was ist wann muss ich mich wählen?

00:02:40: all solche Dinge als Dolmetscher des Arztgesprächs.

00:02:45: Also auf einer anderen Ebene, wir sind vom Land oder ich bin vom Land, der wird auch manchmal eine andere Sprache gesprochen und an den Patienten angepasst.

00:02:55: das Arzt-Gespräch noch mal

00:02:56: übersetzt.".

00:02:57: Das heißt also wenn ich das richtig verstehe bist du so ein bisschen Vermittlerin, Dolmetscherin?

00:03:02: An der Schnittstelle zwischen dem Ärzteteam und dem

00:03:05: Patienten?".

00:03:06: Auf jeden Fall!

00:03:07: Ich habe auch einen ruhigen Raum ist ja auch sehr wichtig nicht auf dem Gang wo alle mithören.

00:03:13: Auf jeden Fall wird da auch nochmal den Patienten gesagt, dass er doch bitte oder sehr gerne jemanden mitbringen kann.

00:03:20: Tochter, Sohn, Ehefrau, Freundin.

00:03:22: Vier Oren hören mehr als zwei.

00:03:24: Man sieht vielleicht die Erkrankung auch noch mal.

00:03:26: aus.

00:03:26: einer anderen Perspektive sind andere Fragen, die nochmal auf den Tisch kommen oder zum Gespräch kommen und der Hintergrund von dem Ganzen ist natürlich das, bei Diagnose-Stellung in der Ausnahmesituation ist.

00:03:43: Und dann vielleicht auch gar nicht alle Fragen stellt, die er stellen möchte oder sie?

00:03:47: Also dazu gibt es auch Studien von Psychoankologen und Versorgungsstudien, die gezeigt haben dass der Patient im Grunde genommen fünfzehn Minuten Aufmerksamkeit.

00:03:58: danach schaltet er ab er geht Zum Einkaufszettel, dass er ja noch Sport machen wollte.

00:04:04: Drei Fakten sind vermittelbar.

00:04:07: Über sechzig Prozent der Patienten haben nach diesem ärztlichen Gespräch noch Fragen.

00:04:13: Also der Patient ist einfach in einer Ausnahmesituation und bisschen sacken lassen.

00:04:18: also auch vor dem Gespräch.

00:04:20: solchen Patienten schreiben sie sich Fragen auf.

00:04:22: Also bringen Sie jemand mit und zu Hause machen Sie sich Notizen schreiben die Fragen auf und all das kann dann nochmal besprochen werden in diesem Extra-Gespräch.

00:04:33: Welche Vorteile bietet denn die Begleitung durch eine onkologische Pflegekraft, beziehungsweise einen Onko-Coach bei so einer komplexen Erkrankung wie den Multiple Myelom und auch gerade nach einem Rezediv?

00:04:44: Kurz zusammengefasst würde ich einfach sagen Ich gehe besser informiert in meine Therapie Und Information schafft ja auch Sicherheit.

00:04:54: Sicherheit im Umgang mit Nebenwirkungen der Erkankungen und der Therapie.

00:04:59: wird das Angebot gut angenommen, macht das eigentlich jeder Patient?

00:05:03: Also ist immer freiwillig.

00:05:05: Aber es ist in der im Praxisalltag eingebaut... Mir fällt momentan wirklich kein Patient ein, der gesagt hat ich möchte dieses Gespräch nicht.

00:05:15: Was ist dir denn eigentlich bei deinen Gesprächen im Umgang mit den Patienten besonders wichtig?

00:05:21: worauf legst du so das Augenmerk besonders?

00:05:24: Offene und ehrliche Kommunikation.

00:05:27: Und durch diese offene und ehrliche Kommunikation übertrage ich ein

00:05:31: Stück

00:05:32: weit die Verantwortung an den Patienten.

00:05:34: Die Verantwortung für seine Therapie, und dadurch natürlich auch für seine Lebensqualität, die er auch einen Stück weit selber in der Hand

00:05:43: hat.".

00:05:44: Wie

00:05:44: eng ist der Kontakt mit dem behandelnden Team?

00:05:46: Also den Ärzten?

00:05:48: Und wie wirkt sich das also zwischen dir und dem behandelnden team?

00:05:56: Coach ist der Vermittler zwischen Arzt und Patient.

00:06:00: Wenn Fragen sind, und die onkologische Pflegefracht kauft kann es nicht beantworten dann macht sie Rücksprache mit dem Arzt sagt der Patient hat Beschwerden kann also gerade natürlich bei den Blutwerten.

00:06:15: Es wird ja auch immer Bluterst abgenommen wenn die Werte nicht entsprechend sind.

00:06:20: Geht die Onkologische Pflegefach gerade zum Arzt?

00:06:22: Kann die Therapie bestellt werden oder kann sie nicht bestellt, können Sie laufen und nicht.

00:06:28: Da wird die Rücksprache gehalten.

00:06:30: Es gibt ja auch keine One-Fits-All-Therapie.

00:06:33: Man muss daran denken, dass Menschen in unterschiedlichen Lebensverhältnissen sich möglicherweise befinden.

00:06:40: Das spielt eine Rolle.

00:06:42: Wir arbeiten mit Menschen, Patienten.

00:06:44: D.h.,

00:06:45: wir haben unterschiedliche ... Bedürfnisse, unterschiedende Lebensumstände, unterschiedliches Alter.

00:06:51: Männlein, Weiblein und daraufhin gibt es auch nicht die eine Therapie, die für jeden die richtige ist sondern innerhalb der gesetzten Grenzen kann man schauen welche Therapien sind möglich in dieser Therapielinie also bei einem Progress?

00:07:07: Und auch dass der Patient unterschiedliche Sachen, die er toleriert.

00:07:13: Also es gibt der eine Patient, der sagt ich möchte möglichst lange einfach leben und der andere Patient sagt Ich möchte eine möglichst gute Lebensqualität.

00:07:23: auch das ist ein Thema dass jemand sagt Durchfälle ist für mich ganz schlimm aber wenn mir die Haare ausfallen damit kann ich gut Leben.

00:07:31: nur so als Beispiel jetzt sind natürlich Therapieentscheidungen immer festgelegt, auch durch Leitling.

00:07:37: Also man kann nicht sagen ich hätte gern diese oder jene Therapie aber der Patient sollte oder kann verschiedene Therapien angeboten bekommen und auch in der Entscheidung wird es mit einbezogen dass man sieht das ist ein junger Patient eventuell der arbeitet noch.

00:07:54: Das ist ein älterer Patient der arbeitet nicht mehr.

00:07:58: also das sollte mit ein bezogen werden dass

00:08:00: jeder Mensch ganz individuell.

00:08:03: Ich nehme mal an, da kommen Sie mit allen Fragen dann zu dir oder?

00:08:06: Mit allen Fragen.

00:08:07: Das kann man sagen die Eheprobleme das kann auch die trockenen Schleimhäute wo auch immer diese Schleimmhäutes sind.

00:08:15: Auch das kann mein einem Gespräch zum Thema werden.

00:08:19: Erlebst du das denn dass Patienten und Patientinnen mit dir nochmal andere Dinge teilen als mit ihren behandelnden Ärzten?

00:08:27: Auf jeden Fall.

00:08:28: Welche

00:08:28: Themen sind das, wo nimmst du Unterschiede wahr?

00:08:31: Bei

00:08:31: einem Arztgespräch hat der Patient auch manchmal Angst dass die Therapie dann ausgesetzt wird oder umgestellt weil sie eine Unverträglichkeit äußern.

00:08:43: aber der Patient möchte seine Therapie behalten weil sie ja derzeit wirkt.

00:08:48: also von daher kann es sein dass der patient manchmal was verschweigt was er dann dem coach doch mal sagt.

00:08:53: dass ist ihm schlecht ging zuhause.

00:08:55: der Patient erzählt, dem Coach mehr als er dem Arzt erzählt und wiederum ich versuche es dann mit dem Arz manchmal zu verhandeln oder doch noch mal zu besprechen.

00:09:07: Quasi

00:09:08: so als Anwältin des Patienten?

00:09:10: Jetzt muss man natürlich sagen dass die Therapieentscheidung immer durch den Arzt ist.

00:09:14: also da ist auch nicht dran zu rüggeln.

00:09:17: Also das ist ganz klar

00:09:19: beim Multiple Myolom gibt es Rezedive, gibt es Rückschläge wo möglicherweise noch mal die Unsicherheiten, die Ängste und dass alles wieder hochkommt.

00:09:29: Der Schock!

00:09:31: Wie erlebst du als Onko-Coach Patientin in dieser Phase?

00:09:36: Was stürzt da auf die Leute ein?

00:09:38: Und wie geht man damit um am besten?

00:09:41: Gerade bei Multiple Mühlohm ist es oftmals ein Neustart weil Patienten wirklich sehr lange auf eine Therapie sind.

00:09:53: Das ist ein Schleichen der Prozess beim Multi-Müllom oftmals und kein von null auf hundert.

00:09:59: Bis der Krebs, wir sagen es jetzt so ich spreche gern mit Bildern die Therapie wieder erkannt hat und die Umleitung fährt und denkt nur dann fahre ich einfach nach rechts und dadurch bricht die Krankheit wieder aus.

00:10:14: Oftmals ist es aber so, dass die Patienten schon ein Stück weit auch darauf vorbereitet werden.

00:10:20: Also das kommt nicht aus dem Nichts, sondern man sieht es an den Laborwerten, die ja monatlich kontrolliert werden, daß die Erkrankung eventuell wieder fortschreitet und man bespricht es auch im Vorfeld schon mit dem Patient.

00:10:36: oder die Patienten verlangen ihre Laborwerte Die und die Werte sind wieder anders, Frage nach.

00:10:43: Und dann sagt man wir lassen die Therapie noch aber es kann sein das mir umstellen müssen.

00:10:51: Kommt, ist es schon ein Stück weit.

00:10:54: Was erwartet mich mit der neuen Therapie?

00:10:56: An die Nebenwirkungen habe ich mich jetzt gewöhnt.

00:10:59: Mit denen kann ich arbeiten.

00:11:01: Ich hab vielleicht auch meinen Alltag damit gut gestaltet aber was erwartet mir jetzt?

00:11:05: also?

00:11:05: das kommt wieder eine große Unsicherheit auf

00:11:07: und wie gelingt es dir dann in solchen Phasen den Leuten Mut zu machen?

00:11:13: Ich kann nur immer offen und ehrlich dem Patienten wieder da abholen wo er steht ihm erklären wie die neue Therapie wirkt und dadurch erlangt der Patient auch wieder Sicherheit.

00:11:24: Und vielleicht auch hoffentlich Mut, um in die neue Therapeut zu starten?

00:11:29: Also Wissen gibt ja oft ein bisschen Hoffnung, Zuversicht und all das.

00:11:33: Und Sicherheit.

00:11:35: Ich kann mir vorstellen du hast ja wahrscheinlich dann Leute, die über viele Jahre begleitest.

00:11:39: Wie verändert sich denn da so die Beziehung zu den Menschen?

00:11:41: Man lernt sich ja ganz gut kennen oder

00:11:43: Familie sind Ressourcen, weswegen die Patienten diese Therapien machen.

00:11:48: Sie möchten noch die Hochzeit erleben?

00:11:51: Die Taufe und da knüpft man natürlich auch bei Gesprächen wieder an.

00:11:56: Was auf jeden Fall wichtig ist bei so einer langwierigen Erkrankung wie den Multiplenmeelom ist wahrscheinlich dass man immer wieder kleine Lichtblicke in den Alltag einbaut, kleine Kraftquellen findet.

00:12:06: Dabei sollen die zurück zu dir Karten helfen, die wir entwickelt haben.

00:12:11: Das sind diese hier, das sind so schön gestaltete ja etwa Postkartengroßkarten auf denen Anregungen und Empfehlungen stehen, die auf Erfahrungen von Betroffenen, von Ärztinnen und Ärzten basieren.

00:12:23: und Psychoinkologen.

00:12:24: Wir haben ja dich auch gebeten Nicole dass du ein paar Karten raus suchst welche dir besonders gut erscheinen.

00:12:31: sag uns doch mal welche Du uns mitgebracht hast.

00:12:34: Die Entscheidung war schon mal sehr schwer, weil ich finde diese Karten wirklich sehr gut.

00:12:38: Kann man

00:12:39: am Ende von einem Gespräch noch einmal so als kleines Gudi dem Patienten mitgeben und zwar ist es die Karte.

00:12:46: das Internet kann nicht die Zukunft vorhersagen sprich lieber mit deinem Arzt oder mit dem Coach als mit einer Suchmaschine.

00:12:54: Oh ja.

00:12:56: Dr.

00:12:57: Google versetzt die Menschen dann manchmal doch ein bisschen in Angst und Schrecken, oder?

00:13:02: Angst und Schrecken oder?

00:13:05: ich habe gelesen, da gibt es jetzt diese eine Therapie.

00:13:08: Und damit überleben alle Krebspatienten.

00:13:11: also die Schlagzahlen sag' ich mal.

00:13:14: kursieren und zusammenfassen, wird den Patienten immer bitten das Ganze zu reflektieren.

00:13:19: Und lieber nochmal Rücksprache mit dem Arzt zu halten weil im Internet sind doch oft viele negative Nachrichten.

00:13:26: Patienten die sich beschweren, die Probleme haben, die schreiben viel ins Internet aber Patienten denen es gut geht und wo einfach Ja, wo einfach alles läuft.

00:13:38: Das sind weniger die Antworten, die man im Internet findet.

00:13:41: Ist also mit Vorsicht zu genießen und ersetzt nicht das Gespräch mit einem Arzt oder dem Onko-Coach?

00:13:46: Auf keinen Fall!

00:13:47: Welche

00:13:47: Karte hast du noch ausgesucht?

00:13:50: Passt sehr gut zum Internet.

00:13:52: Hab den Mut alle Fragen zu stellen, die dir wichtig sind.

00:13:55: Wissen gibt dir Stärke.

00:13:58: Das wäre ein kleiner Wunsch insbesondere an meine älteren Patienten.

00:14:04: Es gibt keine dummen Fragen, sondern es ist immer Ihre Erkrankung.

00:14:08: Ihr Leben.

00:14:08: also stellen Sie die Fragen, die Ihnen wichtig sind.

00:14:12: Egal worum es geht ob es die Therapieentschaltung ist Nebenwirkungen auch private Probleme wie baue ich die Therapien ein?

00:14:20: Alle Fragen sind wichtig weil sie sind ihnen wichtig und von daher müssen sie auch uns sein.

00:14:27: Also alle Fragen können bei uns.

00:14:30: Nicole ist Profi in offener Kommunikation.

00:14:32: Das haben wir ja schon rausgekriegt.

00:14:35: Offene und ehrliche Kommunikations.

00:14:38: Und die nächste Karte?

00:14:39: Wenn dir jemand redet, einfach positiv denken, ist ein Augenrollen völlig erlaubt!

00:14:46: Warum?

00:14:50: Weil das sind Schlagworte... Jeder hat dann gut gemeinte Ratschläge wenn man ... offen wird und sagt, ich habe diese oder jene Erkrankung in unserem Fallen.

00:15:01: Multiplus Myolom hat jeder immer irgendeinen Freund und davon die Schwester Und hatten guten Rat bzw.

00:15:11: das wird schon wieder.

00:15:13: Denkt einfach positiv und dann schaffst du dass Die anderen sind nicht in der Situation nie sagen Positiv denken oder.

00:15:23: ich sag auch immer ganz gerne, Ich würde an deiner Stelle.

00:15:26: Weil wir wissen nicht was wir tun würden An der Stelle des Patienten Oder des Freundes oder des Partners.

00:15:32: Wir wissen es nicht weil wir sind nicht an deren Stelle.

00:15:35: Was ist denn stattdessen ein guter Satz Wenn ich Trost spenden möchte wenn ich Hilfe leisten möchte?

00:15:41: Was geht...was ist denn besser als Denk einfach positiv

00:15:46: Auch negative Gefühle zulassen.

00:15:49: Ich sehe da noch eine Karte.

00:15:52: Auch kleine Pläne können große Bedeutungen haben, wie der Entschluss morgen ein Eis zu essen.

00:15:58: Also das ist was, was ich ganz vielen Patienten mit auf den Weg gebe, kleine Zwischenziele zu schaffen.

00:16:06: also nicht nur dass große Ziel vor Augen haben in zwei Jahren im Urlaub zu gehen sondern kleine Plähne, kleine Ziele und dadurch natürlich auch immer wieder Erfolge.

00:16:17: und Erfolgen schaffen ja auch Motivation weiterzumachen.

00:16:21: Kleine Schritte werden irgendwann ein großer.

00:16:24: Auf jeden Fall und jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt.

00:16:28: Und welche Karte hast du noch?

00:16:30: Alle Gefühle sind erlaubt, sogar die für die es keine Worte gibt.

00:16:35: Warum ist das wichtig?

00:16:37: Man darf auch mal weinen man darf auch Mal schlecht gelaunt sein was hier vielleicht wie ich das den Das Gegenüber immer mitzunehmen.

00:16:48: Also sind wir wieder bei der offenen Kommunikation, also dem Partner, dem Umfeld sagen ich habe mir geht es heute schlecht oder Ich bin heute traurig und ich denke das Gefühl ist absolut zulässig wenn man mit so einer Erkrankung leben muss also dass das gegenüber sich nicht denkt.

00:17:05: warum ist er heute schlecht gelaunt?

00:17:07: weil Es ist sowieso für den anderen schwer zu verstehen was in dem anderen vorgeht.

00:17:12: Aber wenn ich offen kommuniziere und sage, ich bin einfach heute traurig oder ich habe einen ganz schlechten Tag, lass mich vielleicht auch mal in Ruhe oder ich muss auch weinen, auch tränen.

00:17:23: also bei mir im Gespräch kann es sein dass die Patienten mal weinen und das ist absolut erlaubt!

00:17:29: Ich versuche dann den Patienten auf wirklich... die Ruhe und den Raum zu geben.

00:17:33: Weil auch das ist wichtig, nur vielleicht die anderen mitzunehmen und zu sagen warum man traurig ist oder dass man trauerig ist.

00:17:41: Also ein bisschen genetisch sein mit sich selbst und mit den andern hilft

00:17:45: Ja und auch Hilfe annehmen.

00:17:46: Auch das ist oftmals schwer, also zuzugeben mir geht es nicht gut und auf die Hilfe von den anderen anzunehmen und nicht zu sagen Das wird schon wieder oder ich schaffe dass sondern auch mal die Hilfe das Gefühl zuzulassen und die Hilfe anzunimmt.

00:18:01: Und für viele ist das ja eine längere Reise.

00:18:04: Eine Karte sehe ich noch

00:18:06: Es muss kein Marathon sein manchmal reicht schon ein kurzer Moonwalk zum Briefkasten.

00:18:13: Der Moonwalk zum Briefkasten findet jeden Tag statt und von daher bin ich großer Freund von Routine.

00:18:21: und Struktur im Alltag.

00:18:23: Und das würde ich mit dieser Karte sehen, also der Patient sollte muss kein Sport anfangen wenn er nie Sport gemacht hat sondern eventuell anfangen die Brötchen zu Fuß zu holen und nicht immer mit dem Auto zu fahren Also kleine Routinen einzubauen in den Alltag.

00:18:41: da einfach zum einen Die Alltagsroutine und Struktur ist sehr wichtig aber auch Bewegung insbesondere an der frischen Luft sind wichtig für wie der Patient sich fühlt unter der Therapie.

00:18:54: Ich glaube, da hast du dir jetzt sehr schöne Karten ausgesucht die bestimmt so ein bisschen neue Impulse geben können.

00:19:00: glaubst du?

00:19:01: Die könnte man im Klinikalltag auch benutzen.

00:19:02: solche Karten würde das was bringen

00:19:05: Auf jeden Fall.

00:19:06: Dadurch, dass wir die Patienten regelmäßig sehen hat mir vielleicht auch ein An-Aufhänger

00:19:11: wieder

00:19:11: wenn ich den Patienten wieder sehe.

00:19:13: na wie hat es geklappt mit dem Moonwalk.

00:19:15: also Ich würde die Karten einsetzen.

00:19:17: Ja

00:19:17: wenn ihr jetzt neugierig geworden seid diese Karten kann man natürlich kostenfrei bestellen und zwar per E-Mail oder auch telefonisch.

00:19:26: alle Kontaktadressen dazu findet Ihr in der Beschreibung zu diesem Podcast In den sogenannten Show Notes Und weitere Infos dazu natürlich auch auf der Website.

00:19:36: halt bei Krebs.de.

00:19:39: Was gibst du Patienten eigentlich immer mit, wenn sie zu dir ins Gespräch kommen gerade nach einem Rezediv?

00:19:46: Am Ende ins Gespräche hat der Patient viel Informationen bekommen.

00:19:50: Ich habe versucht ihm da zu legen, dass wir immer an seiner Seite sind und so würde ich als letzten Tipp immer sagen.

00:19:56: Wir müssen auch mit dieser neuen Therapie jetzt einfach erst mal wieder starten dann wissen sie was auf Sie zukommt.

00:20:03: Sie wissen wie die Therapie wirkt.

00:20:05: das kontrollieren wir alle drei Monate bei den Stagings oder Kontrolluntersuchungen.

00:20:11: Sie wissen, welche Nebenwirkungen sie haben, welche nicht wie sie die Therapie vertragen und dadurch kommt auch wieder Hoffnung.

00:20:18: Nicole vielen Dank für das Gespräch und vielen dank für deine Arbeit, die wirklich wichtig ist für viele Menschen weil sie Mut und Zuversicht geben kann.

00:20:25: Danke dass du heute hier warst.

00:20:27: Danke, dass ich da sein durfte und hoffentlich auch ein bisschen mehr Informationen an unsere Patienten bringe.

00:20:33: Ja!

00:20:34: Ich hoffe, dass wir möglichst viele damit erreichen werden, wenn ihr jetzt neugierig geworden seid und die zurück zu dir Karten bestellen wollt.

00:20:42: Dann tut das bitte über die Website halt bei Krebs.de oder telefonisch und per E-Mail.

00:20:47: Und wir sind natürlich zu finden auf allen gängigen Podcastplattformen und bei YouTube als Videopodcast außerdem noch auf Facebook und auf WhatsApp.

00:20:58: Ich würde mich freuen, wenn Ihr nächstes Mal auch wieder dabei seid.

00:21:00: Bis dann!

00:21:00: Tschüss.

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